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5 Abdrücke weiblicher Fingerkuppen
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Prof. Dr. Kumpf hatte viele Erfahrungen als Militärarzt mit Fingerkuppen-Verbrennungen. Die alten Gewehre hatten ihre Zündkappen so ungünstig angebracht, daß bei unsachgemäßer Bedienung oder im Eifer des Gefechts die Fingerkuppen verbrannten. Diese Verbrennungen waren sehr heimtückisch, da die Mischung aus Haut und Horn tiefe, langsam heilende Wunden hervorruft. Er untersuchte über 12.000 männliche Fingerkuppen (als Militär hatte er ein unerschöpfliches Reservoir) und über 4.000 weibliche Fingerkuppen. Seine Sammlung von Abdrücken gilt als die größte und bedeutendste der Welt. Sie ist heute in der Medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt a.M. untergebracht, kaum bekannt, noch seltener gesichtet. Prof. Dr. Kumpf interessierte nicht so sehr die äußere Haut wie bei Fingerabdrücken, sondern mehr das Aussehen, die Formung der Fingerkuppen, wozu auch der Oberteil des Nagels gehört. Seiner Theorie nach kann man anhand der Abrollfunktion der Fingerkuppen die Menschwerdung, die Emanzipation des Menschen vom Tiere, das Werden des aufrechten Ganges, genau untersuchen. Die Schreibmaschinen Ingenieure griffen auf diese Forschungen genauso zurück wie die Gewehrmacher, die Kamm- und Bürstenhersteller. Seine Forschungen sind unerwähnt in den meisten Gebrauchsgegenständen verarbeitet, denn die meisten Dinge werden mit der Hand, unter Hinzuziehung der Fingerkuppen betätigt. |
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